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Der 10. Jahrgang des Christian-von-Dohm-Gymnasiums Goslar besuchte die Gedenkstätte des KZ Buchenwald

Von Juli 1937 bis zum 11. April 1945 existierte auf dem Ettersberg bei Weimar das größte Konzentrationslager auf deutschem Boden – das KZ Buchenwald.

Im Rahmen des jährlichen Fahrtenkonzepts des Gymnasiums besuchte auch die aktuelle 10. Jahrgangsstufe am 26. März 2019 die Gedenkstätte um sich über die Lebensbedingungen der Häftlinge sowie die SS und die Lagerordnung am historischen Ort zu informieren.

Die Führung begann am Nationalmahnmal Buchenwald, das von 1954 bis 1958 von der DDR errichtet wurde und das die Geschichte der Befreiung des KZ als Sieg des kommunistischen Widerstands über den Faschismus interpretiert. Nach einer umfänglichen Restauration ist die Denkmalsanlage – v.a. die Figurengruppe des Bildhauers Fritz Cremer – wieder zu besichtigen. Danach erfolgte Filmvorführung mit Originalaufnahmen nach der Befreiung des Lagers sowie eine zweistündige Erkundung des Geländes sowie der Gebäude unter fachkundiger Anleitung. In der Ausstellung wurde besonders auf Dokumente, die den in Goslar getöteten „Arzt von Buchenwald“ betrafen, ein Fokus gelernt. Der gelernte Schlosser war wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD im Preußischen Landtag seit 1933 in Buchenwald inhaftiert und rettete unter Einsatz seines Lebens zahlreichen Gefangenen das Leben, indem er sich als Leiter der Krankenbaracke medizinisches Wissen aneignete. Nach seiner Verlegung ins Außenlager Goslar kam er hier zu Tode. Der Staat Israel würdigte seine tätige Hilfe und Nächstenliebe, indem Krämer posthum den Titel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen bekam. Der Verein Spurensuche erinnert mit einem Gedenkstein an Walter Krämer sowie die Stadt Goslar mit der Benennung einer Straße.